Kirchen im Avers und Val Ferrera

Dem Himmel ein wenig näher ...

 

Herzlich willkomma! Bagnavagnieu! 

Dem Himmel tatsächlich ein weniger näher – so stehen die vier Kirchen im Val Ferrera und im Avers seit Jahrhunderten als markante Wegmarken in der Landschaft. Und so möchten wir als Evangelisch-reformierte Gemeinden auch heute Kirche sein: markante und ermutigende Zeichen auf dem Weg der Menschen, die in unserer Talschaft wohnen oder sie besuchen. Und dem Himmel näher, indem wir uns von der befreienden Botschaft des Evangeliums inspirieren lassen und dabei offene, einladende Gemeinschaft untereinander leben.

Seien Sie herzlich willkommen in der höchsten Kirchgemeinde Europas – unsere Türen stehen auch Ihnen offen! 

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25.05.2022

Highland Cathedral – Gedanken zum Monat Juni

Nach einer durchregneten Nacht bot sich mir heute Morgen ein spektakulärer Anblick: Die Edelweisskirche tauchte mehr und mehr aus dem Nebel auf. Spontan musste ich an das Dudelsackstück «Highland Cathedral» denken, das die Musikerin Susanne Doll vor wenigen Tagen am Orgelkonzert in Cresta gespielt hatte. Dieses heute so bekannte Musikstück ist gar noch nicht so alt – es wurde in den 80er-Jahren von zwei deutschen Komponisten geschaffen. Heute hört man es als inoffizielle schottische Hymne an verschiedensten Anlässen – von Hochzeiten bis zu Rugbyspielen. In der bekanntesten der verschiedenen Textversionen heisst es in der letzten Strophe:

«In this Highland Cathedral of our God and King, / Who joy and liberty to all will bring, / Come, let your heart with love and courage sing » («In dieser Hochland-Kathedrale unseres Gottes und Königs, die allen Freude und Freiheit bringen wird, lasst euer Herz mit Liebe und Mut singen»).

Auch wenn dieser Text in typisch pathetisch-patriotischer Art daherkommt (was mich die Sache meist mit etwas Abstand betrachten lässt), so spricht er mich hier auf 2000 Metern Höhe doch an. Wie oft ist mir doch in dieser kurzen Zeit hier oben das Hochtal begegnet, als wäre es selbst eine dieser Hochlandkathedralen. Die Weite des Blicks und die Erhabenheit der Berge erfreuen mich, die leichte Luft, die einen frei atmen lässt, weist mich darauf hin, was Freiheit bedeuten kann. Und ja: Das alles gehört nicht mir, sondern weist auf den EINEN, der Ursprung und Ziel allen Lebens ist. Und davon sollen wir von Herzen singen, mit Liebe und Mut. Und wir sollen nicht aufhören zu singen, bis unsere Stimmen gehört werden und sich vereinen mit all denen, die auf dieser Welt noch an Frieden, Gerechtigkeit, Versöhnung und Liebe glauben. Heute erst recht!

Ich wünsche einen gesegneten Frühsommer!
Herzlich, Pfr. Jürg Scheibler



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