Kirchen im Avers und Val Ferrera

Dem Himmel ein wenig näher ...

 

Herzlich willkomma! Bagnavagnieu! 

Dem Himmel tatsächlich ein weniger näher – so stehen die vier Kirchen im Val Ferrera und im Avers seit Jahrhunderten als markante Wegmarken in der Landschaft. Und so möchten wir als Evangelisch-reformierte Gemeinden auch heute Kirche sein: markante und ermutigende Zeichen auf dem Weg der Menschen, die in unserer Talschaft wohnen oder sie besuchen. Und dem Himmel näher, indem wir uns von der befreienden Botschaft des Evangeliums inspirieren lassen und dabei offene, einladende Gemeinschaft untereinander leben.

Seien Sie herzlich willkommen in der höchsten Kirchgemeinde Europas – unsere Türen stehen auch Ihnen offen! 

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21.05.2024

Raus aus der Komfortzone!

Das garstige Wetter der letzten Wochen hat einen immer wieder zu Hause in der warmen Stube bleiben lassen – so jedenfalls ist es mir ergangen. Lieber auf dem Sofa ein gutes Buch lesen, als einen Spaziergang draussen auf den noch durchnässten oder immer noch schneebedeckten Weglein zu unternehmen.

Rückzüge können gut tun und einen die Batterien aufladen lassen. Und manchmal können sie auch zu viel des Guten sein: Dann dreht man sich in seinen Gedanken plötzlich nur noch um sich selbst, seine eigene Geschichte und seine eigenen Probleme.

Dann tut es doch wieder gut, die warme Stube zu verlassen, nach draussen zu gehen, Menschen zu treffen und mit ihnen auszutauschen. Miteinander kommunizieren, sprechen und hören, das ist für die meisten Menschen ein regelrechtes Lebenselixier. Nur die wenigsten von uns tragen ein richtiges Einsiedlergen in sich. Wir brauchen Andere, damit wir aus unseren inneren Endlosschlaufen hinauskommen und uns auf neue Wege begeben können.

Am Pfingstfest, das wir in den vergangenen Tagen gefeiert haben, befinden sich die Jüngerinnen und Jünger in einem Haus. Sie scheinen sich dort zurückgezogen zu haben. Nun aber werden sie vom Heiligen Geist erfasst. Und dieser treibt sie mit aller Kraft "aus der guten Stube" – hin auf andere Menschen zu. Und das Wunder von Pfingsten besteht nun darin, dass die Jüngerinnen und Jünger in allen Sprachen zu sprechen beginnen und sich so allen Menschen, die in Jerusalem versammelt sind, verständlich machen können, von Gott und seinen grossen Taten sprechen können (s. Apostelgeschichte 2). So entstehen durch ihr be-geistertes Hinausgehen neue Verbindungen und neue Verständigungen. Denn durch sie werden Menschen nicht nur angesprochen, sondern können Gott, der unser aller Leben hebt und trägt, ein Stück weit näher kommen.

So kann es sich auch für uns immer wieder lohnen, uns aus unseren vier Wänden hinauszuwagen. Vielleicht wird Gott auch durch unser Sprechen Menschen berühren, denen wir auf dem Weg begegnen. Und wer weiss, ob nicht auch wir in der einen oder anderen Begegnung durch andere angesprochen und berührt werden – und durch sie das bekommen, was wir für die nächsten Schritte auf dem Weg brauchen, in umfassenderer Weise, als wir es uns selbst hätten ausdenken können.

Mehr dazu können Sie in der Pfingstpredigt lesen – unter der Rubrik «Predigten».

Ich wünsche uns allen viele gute Begegnungen – und offene Wege, draussen in Gottes weiten Welt.

Pfr. Jürg Scheibler



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